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Ganz im Norden von Unst
steht ein Leuchtturm an einer Stelle, wo der Atlantik gegen
die bis zu 170 m hohen Klippen von Herma Ness peitscht, angetrieben von
einem
ziemlich frischen Wind. Die Klippen sind von Erosionshöhlen
überzogen.
Auch hier dieser Landstrich ist wieder ein Vogelparadies. Im Sommer
nisten
hier 25.000 Papageientaucherpaare. Diese bis zu 30 Jahre alten
Vögel
brüten in Höhlen; zwar können sie graben, doch nutzen
sie
lieber verlassene Hasenhöhlen. Auf Shetland lebt mehr als die
Hälfte
der Weltbevölkerung der Raubmöwen (skua bzw. bonxie). Diese
leben
vor allem davon, dass sie kleineren Vögeln die Beute abjagen. Die
große
Version, der great skua, attackiert (dive bomb) auch den Menschen, wenn
dieser
zu nahe an die Brutstätte heran kommt. In diesem Falle sollte man
die
Arme oder einen Stock über den Kopf halten und sich langsam
zurückziehen.
Dass die Tölpel (gannet) ebenfalls stark vertreten sind, bedarf
wohl
keiner besonderen Erwähnung. Mit etwas Glück kann man Killer-
und
Buckelwale sowie Delfine im Wasser sehen.
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