Dunnottar Castle
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Mai 2004, Apirl 2022
Map reference NO 882 839.
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Diese Burg – die etwas merkwürdige Öffnungszeiten hat – ist ein Highlight. Auf einem ca. 50 m hohen Felsen, der an drei Seiten von der Nordsee umtost wird, liegt eine weitläufige und auch historisch interessante Ruine.
Sie war einst der Sitz der Marschalle von Schottland. Der Fels war im 6. Jh bereits besiedelt und wurde wohl schon 681 belagert. Die ältesten Teile der heutigen Anlage stammen aus dem 12. Jh. William Wallace verbrannte hier unter Missachtung des Asylrechts die Besatzung von Edward I. von England, die sich in die Kirche geflüchtet hatte. Im 14. Jh erbaute der Großmarschall hier einen Fried, was ihm die Exkommunikation durch den Bischof von St. Andrews einbrachte. Der sah nämlich den ganzen Felsen wegen einer früher dort errichteten Kirche als geweihten Grund an. Der Papst entschied, dass die Exkommunikation zurückgenommen werden solle, wenn der Marschall eine größere Kirche dort baute (eine frühe Art der Einstellung nach § 153a StPO). Im Bürgerkrieg wurde die Burg 1652 belagert: Cromwell wollte die königlichen Insignien und schottischen Regalien erbeuten. Nach der Kapitulation der Burg fand man sie jedoch nicht, denn sie wurden vorher von der Frau des Priesters von Kinneff (ein kleiner Ort in der Nähe) bzw. einer Kammerzofe hinausgeschmuggelt. Im Mai 1652 war Dunnottar die letzte Burg, auf der die königliche Fahne wehte. Nach einer Rebellion wurden 1685 in einem Raum von ca. 40 qm monatelang 167 Menschen, 122 Männer und 45 Frauen, eingesperrt; die meisten starben. 1718 wurde die Burg geschleift, weil der damalige Burgherr den Old Pretender unterstützt hatte.


Die gegenüberliegende Küste. Die weißen Punkte sind Vögel.

Details mit Vögeln.

Der Eingang mit Schießscharten.

Blick durch einen Felstunnel.


Eingang zum Felstunnel. Der Eingang zur Burg ist links.

Eingang zur Burg.
Ab hier folgen weitere Bilder von 2022:










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