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Gegen Ende des 13. Jh war die
Kathedrale fertig gestellt. 1390 zerstörte sie der Wolf of
Badenoch, ein Bastard des Königs Robert II., als Racheakt für
seine Exkommunikation. Als Entschuldigung für seine Tat gab er an,
er habe gedacht, der Bischof hielte sich gerade in der Kathedrale auf.
Bis 1402 wurde die Laterne des Nordens wieder aufgebaut. Sie litt
außerdem unter John Knox’ Bilderstürmern und Cromwells
Truppen, die das letzte Maßwerk zerstörten. Am Ostersonntag
1711 stürzte der Zentralturm ein und die Ruine wurde zum
Steinbruch.
Vollständig erhalten ist das schöne achteckige gotische
Kapitelhaus mit einem Steinpfeiler in der Mitte. Nach der
Zerstörung durch den
Wolf verkleinerte man allerdings die Fenster. Nur drei Exemplare dieser
Art in Schottland sind bekannt. Auch das Ostende der Kirche ist noch
weit
gehend vorhanden; hier befindet sich ein piktischer Grabstein. Im
Südquerschiff ist ein in Schottland nicht seltene Vertauschung der
Stile zu sehen: Die untere Fensterreihe ist gotisch, die spätere
obere Reihe romanisch.
In dieser Übergangszeit waren die Stilrichtungen vertauschbar.
Ebenso
wie die Querschiffe und der Chor wird auch das Hauptschiff nur
zweistöckig gewesen sein. Die beiden Türme der Westfassade,
deren Eingang mit acht nach innen kleiner werdenden gotischen
Bögen sehr schön verziert ist, stehen noch und wurden vor
kurzem restauriert; einen von ihnen kann
man besteigen. |